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Jürgen Beineke

Castrop-Rauxel: Da irrt der Vorsitzende des Schulausschusses - eine Erwiderung

Da irrt der Vorsitzende des Schulausschusses, Udo Behrenspöhler, wenn er meint, DIE LINKE habe nicht verstanden, „dass unter Inklusion mehr als nur die schulische Inklusion zu verstehen ist“.

DIE LINKE möchte dem Thema vielmehr eine hohe Priorität zuweisen, da der erste Schritt hin zu Schulischer Inklusion in NRW bereits am 1. August 2014 Gesetzeskraft erlangt hat und Castrop-Rauxel ziemlich unvorbereitet dasteht.


Der „Gemeinsame Unterricht“ von Regelschülern und jenen mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist ab sofort der Regelfall und es gilt, deren Unterrichtung auf Dauer als Inklusive Schule zu gestalten, in der alle Schülerinnen und Schüler während ihrer gesamten Schulzeit nach individuellen Lehrplänen durch ein interdisziplinäres und multiprofessionelles Team begleitet und zu einem jeweils angemessenen Abschluss geführt werden.

Daher unsere Forderung, dem Thema Schulische Inklusion Pilot-Charakter  zu verleihen.

Aber diesen Begriff der Schulischen Inklusion in einem 41-Seiten-Koalitionsvertrag nicht ein einziges Mal zu erwähnen, ist auch eine Leistung.

In diesem Papier werden die Politikabsichten für die nächsten sechs Jahre festgeschrieben. – Und dabei spielt Schulische Inklusion keine Rolle?

Und nun noch ein Wort zu Frau Sperz von der FWI. Sie weist in ihrem RN-Beitrag darauf hin: „Ersatzkonzepte für Förderschulen gibt es nicht“. Und wir, DIE LINKE, machen sie darauf aufmerksam, dass das so nicht richtig ist. Das „Ersatzkonzept“ ist die Schulische Inklusion.

Aber: So lange sich Schulische Inklusion im „Gemeinsamen Unterricht“ erschöpft und keinen vollwertigen Ersatz für Förderschulen darstellt, werden auch wir der Schließung von Förderschulen in Castrop-Rauxel nicht zustimmen. 



Jürgen Beineke
Schulpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE. Castrop-Rauxel
Sachkundiger Bürger Schulausschuss


Diese Erwiderung bezieht sich auf die RN-Berichterstattung:
„Aus Inklusion keinen politischen Honig saugen“ vom 4. August 2014 und
„Ersatzkonzepte für Förderschulen gibt es nicht“ vom 2. August 2014