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Ingo Boxhammer

Castrop-Rauxel: Die FDP und der Schlingerkurs zur Inklusion!

Wir reagieren auf den Pressebericht im Stadtanzeiger vom Wochenende „Nicht im Nebel stochern“: Man reibt sich die Augen und kann kaum glauben, dass die FDP sich als Vorreiter der Inklusion verkauft. Als im Oktober 2013 SPD und Grüne einen Antrag einbringen mit dem Titel: "Erstellung eines Aktionsplanes Inklusion für die Stadt Castrop-Rauxel" erklärt die zuständige Dezernentin Frau Glöß, es fehle an Personal und an finanziellen Mitteln, um eine solche Vorlage zu beschließen.


Eilfertig springt die FDP dieser Argumentation bei und will erst tätig werden, wenn die "Finanzfrage" aus Düsseldorf geklärt ist. Der Antrag der Partei DIE LINKE zum Umbau der Rathausaufzüge sei ja ein exemplarisches Beispiel für die nicht vorhandenen Gelder. Selbst die CDU weist eine solche Argumentation als unzulässig zurück. Jedenfalls stimmt die FDP  g e g e n  den Antrag der Koalitionäre.

Am 30.01.14 bringt die FDP einen eigenen Antrag mit dem Titel "Schulische Inklusion" ein. Hier wird der Inklusionsbegriff übrigens unakzeptabel verkürzt. Jetzt argumentiert die Ausschussmehrheit: Arbeitskreis ja, aber erst nach den Kommunalwahlen. Dann soll der zu kurz greifende Antrag der FDP "wieder aufleben".

Fazit: In dieser Frage hat sich weder der Schulausschuss noch die "schäumende" FDP mit Ruhm bekleckert. Herr Bettinger zieht eine Wahlkampfshow ab und klopft sich auf die eigenen Schultern. Dazu haben er und die FDP nicht den geringsten Grund. Es wurde herumgeeiert wie die Jungfrau vor der Defloration.

Jedenfalls ist im Schulbereich für die Klassen eins und fünf ab August inklusiver Unterricht angesagt und keiner weiß, wie es geht! - Klassengröße, Förderlehrer, Schulsozialarbeiter, Ergotherapeuten, flexible Klassenraumgestaltung - alles ungeklärt.

Die Zahlen von Kindern mit Förderbedarf liegen nicht vor. Daran hat auch die FDP mit ihrer erbärmlichen Verzögerungstaktik sehr engagiert mitgewirkt.


Vorstehender Text ging als Pressemitteilung an die Lokalredaktionen von:
Ruhr Nachrichten
Sonntagsblatt im Vest
Stadtanzeiger
WAZ


Siehe auch: Nicht im Nebel stochern