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Jürgen Beineke

Jürgen Beineke

Deutschlandweites Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren steigt auf 40,3 Prozent

Das ist die frohe Botschaft der heutigen Pressemitteilung des BMFSFJ (1). Das Statistische Bundesamt Destatis hat heute die März-Quoten der Kinder unter drei Jahren in Kinderbetreuungseinrichtungen veröffentlicht. Ein Vergleich dieser Daten aus dem vergangenen Kitajahr mit den aktuellen Betreuungsplatz-Zahlen aller Bundesländer (Kitajahr 2013/14) erlaubt erstmals eine Darstellung des außerordentlichen Endspurts von Ländern und Kommunen beim Kita-Ausbau in den letzten Monaten vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs:

Im deutschlandweiten Durchschnitt entsprechen die von den Bundesländern zuletzt gemeldeten Betreuungsplatz-Zahlen einer Betreuungsquote von 40,3 Prozent - das sind 11 Prozentpunkte mehr als die von Destatis für März 2013 errechnete Betreuungsquote.

Die meisten Betreuungsplätze geschaffen haben demnach in den vergangenen Monaten Nordrhein-Westfalen und Hessen. Bundesweit stehen im laufenden Kita-Jahr 822.000 Plätze für Unterdreijährige zur Verfügung.

In Nordrhein-­Westfalen liegt die Betreuungsquote bei jetzt 36,4 Prozent, was einer Anzahl von 159.831 Plätzen entspricht. Am 1. März 2013 waren das noch 87.185 Plätze.

In Castrop-Rauxel beträgt die Betreuungsquote für die U3-Kinder aktuell 38 Prozent, was 574 Plätzen entspricht, und auch das Ziel von 41 bis 42 Prozent in 2014/2015 werden wohl erreicht werden.

So sehr die mitgeteilten Zahlen erfreuen, so sehr denken wir allerdings auch und vor allem an die Qualität der Betreuungsstandards, die z. T. und anscheinend regional unterschiedlich gesenkt wurden. Die von der Bundesministerin mitgeteilten Zahlen kommen teilweise durch Überbelegung der Kindergruppen zustande. Und vor allem in Großstädten bleibt die Versorgungslage kritisch.

Dabei gibt es ein Gefälle zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. In Ostdeutschland ist die Betreuungsquote fast doppelt so hoch wie in den westdeutschen Bundesländern.

Die von vielen erwartete Klagewelle scheint sich in Grenzen zu halten. „Ich schätze, es gibt bundesweit bisher nicht mehr als 50 Klagen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, am 30. August 2013 zur «Bild»-Zeitung.


Tabelle 1) "Ausbau: Betreuungsquoten und Kita-Plätze/-Kinder U3"
Tabelle 2) "Ausbau-Dynamik in Euro (Bundesmittel)"


(1) Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend