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Jürgen Beineke

DIE LINKE. Castrop-Rauxel: Schulsozialarbeit muss zum konzeptionellen Bestandteil an allen Schulen werden

Wir nehmen Bezug auf den Ruhr Nachrichten-Artikel vom 21. Juni 2014 „Ohne Schulsozialarbeit sehen wir alt aus“.

Ja, Schulsozialarbeit muss zu einem festen, konzeptionellen Bestandteil aller Schulen und hierfür auf eine feste gesetzliche Grundlage gestellt werden. Die Finanzierung aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) ist dafür völlig ungeeignet.


Wir, DIE LINKE, unterstützen aus diesem Grunde den sogenannten gebundenen, also den rhythmisierten Ganztagsunterricht, in den Schulsozialarbeit planmäßig eingebunden ist.

Wir kennen sie als konzeptionellen Bestandteil der Gesamtschulen, die z. B.

• Beratung und Einzelfallhilfe
• sozialpädagogische Gruppen- und Projektarbeit
• Elternarbeit, -training
• Gewaltprävention
• offene Freizeitangebote
• Vernetzung und Gemeinwesenarbeit
• Begleitung beim Übergang Schule / Beruf

umfasst.

Eine niederschwellige Form der Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe bzw. für die Schülerinnen und Schüler und deren Familien, für die seit Einführung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) zum 1. Januar 1991 ein gesetzlicher Auftrag besteht.

Es bedarf eines kontinuierlichen Schulsozialarbeit-Angebotes im Sinne eines umfassend ganzheitlichen Förderkonzepts für schulische Ausbildung und soziale Integration nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) VIII, § 13 Abs. 1:

"Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern."

In diesem Sinne wären die Tätigkeiten nach dem BuT etwas, das als integrativer Bestandteil zur Gesamtaufgabe dieser Förderkonzepte dazu gehört und kein Parallelsystem bildet, für dessen „Kernaufgaben“-Wahrnehmung spezielle BuT-Sozialarbeiterinnen eingestellt werden.


Vorstehender Text ging in Auszügen an die hiesige Lokalredaktion von Ruhr Nachrichten und WAZ.
 

Ruhr Nachrichten vom 21. Juni 2014: „Ohne Schulsozialarbeit sehen wir alt aus“ 

Siehe auch: DIE LINKE. NRW fordert: Schulsozialarbeit ins Schulgesetz

Siehe zudem: Schulsozialarbeit im Kreis Recklinghausen