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Ingo Boxhammer

Inklusion bleibt Streitpunkt in Castrop-Rauxel!

Zu Recht ist Frau Sperz von der FWI über eine Wiederholung eines Antrages der Mehrheitsfraktion vom Oktober 2013 mit dem schönen Titel "Erstellung eines Aktionsplanes Inklusion für die Stadt Castrop-Rauxel" verwundert, und sie weist auch zu Recht auf die Einlassung der damaligen Schuldezernentin hin. Diese erklärte nämlich skeptisch, dass zur Realisierung dieses Vorhabens eine "gewisse Grundausstattung" und damit Personal und ein gewisser finanzieller Rahmen nötig sei, der aber fehle.


Eine kleine Reihenfolge über den augenblicklichen Stand dazu:

1. Was Frau Sperz nicht erwähnt, ist die Herumeierei fast aller im Schulausschuss vertretenen Parteien bei diesem Thema. Es wurde herumgeeiert wie die Jungfrau vor der Defloration. Gerade auch die Partei des "vor Wut schäumenden" FDP-Fraktionsvorsitzenden Niels Bettinger.

2. Seine Partei vertrat während besagter Ausschusssitzung am 07.11.2013 den Standpunkt, für so einen Aktionsplan sei kein Geld da und  u n t e r s t ü t z t e  damit die Argumentation von Frau Glöß. Man sehe ja, was aus dem Antrag der Partei DIE LINKE zum barrierefreien Rathaus geworden sei - so Frau Breidenbach (FDP).

Lediglich Herr Horstmann (CDU) wies diese Argumente zurück mit dem Hinweis, dass bei solchem Denken sonst nirgendwo noch Gestaltungsspielraum sei.

Wie passt dazu der Spruch von Niels Bettinger: "Wir können dem Bürgermeister keine 100 Tage Einarbeitungszeit ... gewähren?"

3. Frau Sperz (FWI) ihrerseits wollte das Thema Inklusion zunächst ausschließlich auf den Bereich der Schulen beschränken. Das zeugt jedenfalls von der Verwechselung der Begriffe "Inklusion" und "Gemeinsamer Unterricht". Inklusion ist etwas völlig anderes als gemeinsamer Unterricht.

4. Herr Buchholz (GRÜNE) führte s. Z. in den Antrag zur Erstellung eines Aktionsplanes ein und Herr Behrenspöhler (SPD) befürwortete ihn ausdrücklich. Gegen die Stimmen der FDP wurde dieser Antrag schließlich angenommen.

5. Zur Schulausschusssitzung am 30.01.2014 bringt die FDP dann einen Antrag "Schulische Inklusion" ein.

6. Der Ausschuss hat jetzt eine neue Ausrede. Er ist sich einig darin, dass ein Arbeitskreis gebildet werden soll, auf Anregung von Frau Lasser (SPD) aber erst nach den Kommunalwahlen. Dann soll auch der FDP-Antrag "wieder aufleben".

Wenn man sich einigermaßen orientieren will, muss man sich mit dieser merkwürdigen Reihenfolge auseinandersetzen.

Für DIE LINKE steht fest: Niemand hat sich hier mit Ruhm bekleckert. Angesichts des Kommunalwahlkampfes wird von den erwähnten Personen eine Show abgezogen und sich wechselseitig auf die Schultern geklopft.

Ab August ist für die Klassen eins und fünf inklusiver Unterricht angesagt und keiner weiß, wie es geht!


Vorstehender Text ging als Pressemitteilung an die Lokalredaktionen von:
Ruhr Nachrichten
Sonntagsblatt im Vest
Stadtanzeiger
WAZ