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Jürgen Beineke

Schulische Diaspora in Castrop-Rauxels Norden

Sollte tatsächlich eintreten, was in den Ruhr Nachrichten heute für möglich gehalten wird, nämlich, dass die Dependance der Sekundarschule Süd im Sommer 2014 geschlossen werden muss, dann ist das der Skandal schlechthin. Dann gibt es in Ickern keine weiterführende Schule mehr. Hauptschule und Gesamtschule waren nämlich dem Schulexperiment Sekundarschule geopfert worden.


Ruhr Nachrichten: Aus für Standort Ickern


Für den Vorschlag der LINKEN im Rahmen der Schulentwicklungsplanung, die Reorganisation der drei vor einem Jahr infrage stehenden Standorte (Lange Straße, Uferstraße und Waldenburger Straße) unter dem Dach der bewährten Gesamtschulkonzeption anzupacken, konnte sich niemand der Damen und Herren von SPD, Grünen, CDU, FDP und FWI erwärmen.

Stattdessen - so wollte es die Verwaltung, und so wollte es mit einer Stimme Mehrheit im Rat die Koalition von SPD und Grünen - sollten eine Sekundarschule Nord und eine Sekundarschule Süd gegründet werden. Im Norden sollten gleichzeitig Hauptschule, Realschule und Gesamtschule verschwinden.

Bekanntlich kam es anders: Nach dem sehr erfolgreichen Bürgerentscheid am 28. Oktober 2012 muss die Fridtjof-Nansen-Realschule nun mindestens zwei Jahre lang weitergeführt werden und erhielt 111 Neuanmeldungen für das Schuljahr 2013 und 143 für das kommende Schuljahr 2014.

Bei der von SPD und Grünen und der Schuldezernentin so hoch favorisierten Sekundarschule hingegen reichte es letztes Jahr für ein Mutterhaus im Süden mit einer Dependance im Norden. Und letztere steht heute – also nur ein Jahr später – offensichtlich vor dem Aus.

Als Ergebnis dieser genialen Politik gibt es zukünftig im Norden der Stadt fatalerweise keine Gesamtschule und Hauptschule mehr (das haben sie erreicht) und es gibt alternativ auch keine Sekundarschule - aber hoffenntlich gute Busverbindungen in den Süden.


Vorstehender Text ging auch an die Lokalredaktionen von:
Ruhr Nachrichten
Stadtanzeiger
WAZ


Siehe auch: DIE LINKE fordert Dependance-Lösung für die Gesamtschulkinder