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Informationen zur Partei DIE LINKE

Gründungsfeier der Partei DIE LINKE in Castrop-Rauxel

Gekommen, um zu bleiben

600 bis 800 Besucherinnen und Besucher applaudierten Oskar Lafontaine am Freitag, 22. Juni 2007, in Castrop Rauxel bei seiner ersten Rede in Nordrhein-Westfalen nach der Gründung der neuen Partei DIE LINKE.

In einem der wenigen Amphitheater Deutschlands, auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Ickern in Castrop-Rauxel, feierte DIE LINKE ein großes Vereinigungsfest. Die erste Woche nach der Vereinigung war noch nicht vorbei, als Oskar Lafontaine die Anwesenden „vor Ort“  mit einem passenden „Glück Auf“ begrüßte.

Es war ein interessantes Kulturprogramm organisiert, und für das leibliche Wohl standen internationale Spezialitäten bereit. Natürlich gab es auch Pils und Korn, das Typische für das Ruhrgebiet eben.

Schließlich betrat Oskar Lafontaine zusammen mit Sevim Dagdelen (MdB) die Bühne. Diese eröffnete die Veranstaltung, nachdem Siegfried Kulosa, Mitglied des Kreisvorstandes, die Anwesenden begrüßt hatte. Sevim Dagdelen betonte in ihrer kurzen Ansprache nochmals die Wichtigkeit einer vereinigten und starken LINKEn in Deutschland, die sich mit Nachdruck für die sozialen Belange der Menschen in diesem Land einsetzt.

Danach wärmte Oskar Lafontaine die Herzen der Anwesenden. In seiner fast einstündigen Rede griff er schärfstens sowohl die SPD als auch Bündnis 90/Die Grünen an. Er warf ihnen Sozialabbau und Förderung von Armut durch die Agenda 2010 und Hartz IV vor. Insbesondere letzteres verhindere ein menschenwürdiges Dasein für die Betroffenen.

Das Publikum bedankte sich mit starkem Applaus. Anschließend nahm sich Oskar Lafontaine noch viel Zeit, um mit den Menschen zu reden, sich ihre Probleme anzuhören aber auch, um bei einem Glas Bier mit ihnen zu feiern.


Was war passiert?!

Der Weg zur gesamtdeutschen Linken!!!

Juni 2004: Als Reaktion auf die mit sozialen Einschnitten verbundene Agenda 2010 von Bundes-kanzler Gerhard Schröder gründet sich im Westen der Verein Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). In der WASG sammeln sich Gewerkschaftsvertreter, frustrierte SPD-Mitglieder und Menschen, die z. T. erstmals einer Partei beitreten.

Ab August 2004: Der ehemalige SPD-Chef Oskar Lafontaine zeigt offen seine Sympathien für die Protestbewegung. Im Osten organisiert die PDS, damals nur mit zwei direkt gewählten Abgeordneten im Bundestag vertreten, den Protest gegen Schröders Reformen. Im Westen geht der Protest gegen Hartz IV vor allem von Attac und der WASG aus.

22. Januar 2005: Die WASG gründet sich in Göttingen offiziell als Partei.

22. Mai 2005: Die WASG-NRW kandidiert bei den Landtagswahlen und erreicht 2,2 % der Stimmen. Am Wahlabend verkündet Schröder Neuwahlen zum Deutschen Bundestag.

30. Mai 2005: Als Konsequenz der von Schröder angekündigten vorgezogenen Bundestagswahl treffen sich erstmals Vertreter von PDS und WASG. Dabei wird eine mögliche Kooperation bei der Wahl ausgelotet, eine gemeinsame Linkspartei strebt die PDS zunächst aber nicht an.

10. Juni 2005: Nach schwierigen Verhandlungen einigen sich PDS und WASG auf einen gemeinsamen Antritt bei der Bundestagswahl. Die Kandidaten der WASG sollen auf den Listen der PDS antreten. Der im Mai aus der SPD ausgetretene Lafontaine erklärt sich neben Gregor Gysi zur Spitzenkandidatur bereit.

17. Juli 2005: Die PDS nennt sich auf einem Sonderparteitag in Linkspartei um. Den neuen Namen hatte die WASG zur Bedingung für die gemeinsame Kandidatur bei der Bundestagswahl gemacht.

18. September 2005: Bei der Bundestagswahl erringt das Linksbündnis 8,7 Prozent der Stimmen und hat damit den mit Abstand größten Zuwachs aller Parteien. Der Erfolg wird vor allem durch den Osten getragen, wo die Linke 25,3 Prozent der Stimmen holt. In NRW sind es 5,2 Prozent.

11. Dezember 2005: Die Linkspartei stellt auf ihrem Dresdener Parteitag die Weichen für den Zusammenschluss mit der WASG. In dem verabschiedeten Leitantrag wird der WASG ein fairer, solidarischer Einigungsprozess in Aussicht gestellt.

2. April 2006: Bei einer Urabstimmung der Bundespartei votieren 78,3 Prozent aller teilnehmenden WASG-Mitglieder für ein Zusammengehen mit der Linkspartei.

29. April 2006: Auch der WASG-Bundesparteitag in Ludwigshafen votiert nach kontroverser Debatte für die Fusion.

25. März 2007: Linkspartei und WASG beschließen nach mehr als einjähriger Planung ihre Fusion. Auf einem Doppelparteitag in Dortmund votieren 96,9 Prozent der Delegierten der ehemaligen PDS und 87,7 Prozent der WASG-Delegierten für den Verschmelzungsvertrag.

13. Mai 2007: Bei der Bremen-Wahl kommt die Linkspartei auf 8,4 Prozent der Stimmen und zieht mit sieben Abgeordneten in die Bürgerschaft ein. Es ist das erste Mal, dass DIE LINKE in ein westdeutsches Landesparlament einzieht.

19. Mai 2007: Die Ende März eingeleiteten Urabstimmungen ergeben ein klares Votum für die Parteienehe. Bei der Linkspartei stimmen 96,9 Prozent für den Zusammenschluss, bei der WASG 83,9 Prozent. Offiziell vollzogen wurde die Fusion mit dem Gründungsparteitag am 16. Juni 2007.

16. Juni 2007: Mit nur einer Gegenstimme beschließen die Delegierten auf dem Gründungskongress in Berlin offiziell die Verschmelzung von WASG und Linkspartei zur neuen Partei DIE LINKE.

6./7. August 2007: Meinungsforschungsinstitute sehen DIE LINKE. NRW mit 6 bzw. 8 Prozent im Landtag. Die Wahl findet im Mai 2010 statt. Für den Bundestag errechnen die Institute ein Ergebnis von 13 Prozent.

19. August 2007: Gründungsversammlung DIE LINKE. Kreisverband Recklinghausen.

20./21. Oktober 2007: Gründungsparteitag DIE LINKE. NRW in der Maschinenhalle-Zweckel in Gladbeck.

5. April 2008: Gründung des Landesrates NRW in der Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule in Gladbeck.

10. Oktober 2008: Meinungsforschungsinstitute sehen DIE LINKE. NRW mit 9 Przent im Landtag.

18./19. Oktober 2008: Landesparteitag DIE LINKE. NRW in Essen

  • Wahl eines Landesvorstandes für die Dauer von zwei Jahren
  • Verabschiedung eines Kommunalwahlrahmenprogramms

2. November 2008: Erster Kreisparteitag DIE LINKE. Kreisverband Recklinghausen

  • Wahl eines Kreisvorstandes für die Dauer von zwei Jahren
  • Verabschiedung des Kreiswahlprogramms

Also: Gekommen, um zu bleiben!!!